StudienzugangZugangs-Check

Studieren ohne Abitur in Bayern

In Bayern können Meister und Absolventen gleichgestellter Fortbildungen nach einem Beratungsgespräch ohne Abitur in allen Fächern studieren. Wer eine Berufsausbildung und mehrere Jahre Berufspraxis hat, kommt fachgebunden über eine Hochschulzugangsprüfung oder ein Probestudium an die Hochschule.

Zugangs-Check in BayernAblauf der Bewerbung

Stand: Herbst 2026

Mit Meister
Allgemeiner Zugang, alle Fächer; Beratungsgespräch Pflicht
Ausbildung
mind. 2 Jahre
Berufspraxis
mind. 3 Jahre
Verfahren
Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium
Auf dieser Seite
  1. Welche Wege gibt es in Bayern?
  2. Meister und Fortbildung
  3. Berufsausbildung und Berufserfahrung
  4. Besonderheiten in Bayern
  5. Anrechnung, Quoten und Wechsel in Bayern
  6. Die Münchner Hochschulen im Überblick
  7. Hochschulen in Bayern
  8. Wer entscheidet?
  9. Nachbarländer
  10. Häufige Fragen
  11. Quellen

Welche Wege gibt es in Bayern?

Wer in Bayern ohne Abitur studieren will, kommt über einen von drei Wegen an die Hochschule. Welcher passt, hängt vom höchsten beruflichen Abschluss ab.

Meister

Allgemeiner Zugang, alle Fächer; Beratungsgespräch Pflicht.

Meister im Ländervergleich

Fachwirt und Techniker

Fachwirt in der Regel Fortbildungsprüfung nach BBiG/HwO, Techniker in der Regel Fachschulabschluss.

Fachwirt und Techniker im Ländervergleich

Ausbildung und Berufserfahrung

Mindestens 2 Jahre Ausbildung und mindestens 3 Jahre Praxis. Verfahren: Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium.

Ausbildung im Ländervergleich

Meistertitel und Fortbildung in Bayern

Umfang in Bayern: allgemeiner Hochschulzugang, alle Fächer. Die Bedingungen im Einzelnen:

Fachwirte zählen in der Regel zu den beruflichen Fortbildungsprüfungen nach BBiG oder HwO, Techniker zu den Fachschulabschlüssen.

Berufsausbildung und Berufserfahrung in Bayern

Hochschulzugangsprüfung oder erfolgreiches Probestudium. Welches Verfahren gilt, bestimmt die Hochschule.

Ob deine Berufsjahre genügen, zeigt der Zugangs-Check. Wie der Weg von der Berechtigung bis zur Einschreibung weitergeht, steht unter Ablauf der Bewerbung.

Ob vor der Bewerbung ein Beratungsgespräch nötig ist, hängt vom Land und vom Weg ab. Wer in Bayern berät, steht in der Übersicht der Beratungsstellen. Welche Papiere du zum Termin brauchst, zeigt die Unterlagen-Checkliste.

Besonderheiten in Bayern

Zulassungsbeschränkte Studiengänge

Hier reserviert das Gesetz eine Vorabquote für qualifizierte Berufstätige. Die Höhe und wie sie in deinem Fall greift, sagt dir die Hochschule.

Probestudium an der Universität Bayreuth

Das Probestudium umfasst dort zwei Semester und steht in zulassungsfreien wie zulassungsbeschränkten Studiengängen offen. Nach dem zweiten Semester sind in Bachelor- und Lehramtsstudiengängen mindestens 30 Leistungspunkte nachzuweisen, in den übrigen Studiengängen die Hälfte der vorgesehenen Leistungen. Wer endgültig nicht besteht, wird exmatrikuliert und kann im gleichen oder in einem verwandten Studiengang der Universität nicht erneut beginnen. Quelle

Probestudium oder Prüfung: Unterschiede zwischen Hochschulen

Die Hochschulen legen selbst fest, wie sie die Studieneignung prüfen. An der FAU dauert das Probestudium drei Semester; für Artificial Intelligence, Autonomy Technologies und Logopädie ist stattdessen eine Hochschulzugangsprüfung vorgesehen. Für Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie läuft das Probestudium in den regulären Lehrveranstaltungen, und bei Erfolg ist das Weiterstudium zugesichert. Quelle

Mathematikprüfung und Eignungsgespräch an der TUM

Qualifizierte Berufstätige müssen an der TUM eine Hochschulzugangsprüfung in Mathematik bestehen, die gemeinsam mit der Münchner Volkshochschule organisiert wird. Hinzu kommt ein erfolgreiches Eignungsgespräch an der Fakultät des gewünschten Studiengangs. Für Meister entfällt die Mathematikprüfung, das Pflichtgespräch bei der Allgemeinen Studienberatung gilt für beide Gruppen. Quelle

Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen

An der TH Nürnberg können Kompetenzen aus Beruf und Fortbildung auf Studienleistungen angerechnet werden; die Prüfungskommission des Studiengangs entscheidet im Einzelfall. Ein Einstieg in ein höheres Semester ist laut Hochschule in der Regel nur nach einer beruflichen Fortbildungsprüfung sinnvoll und kommt vor allem bei zulassungsbeschränkten Studiengängen infrage. Quelle

Studienvorbereitung für Berufserfahrene

Die TH Nürnberg verweist auf Kurse und Lernmaterial in Mathematik, Physik und Englisch, auf einen Telekolleg-Mathematikkurs, einen Brückenkurs der Virtuellen Hochschule Bayern und auf Schnuppervorlesungen ohne Anmeldung. Das von einer bayerischen Hochschule bescheinigte Beratungsgespräch erkennt jede andere bayerische Hochschule an (§ 29 Abs. 1 Satz 4 QualV). Die Feststellung der fachlichen Verwandtschaft von Ausbildung und Praxis erkennt eine andere Hochschule für denselben oder einen eng verwandten Studiengang an (§ 30 Abs. 3 Satz 3 QualV). Quelle

Anrechnung, Quoten und Wechsel in Bayern

Neben dem Zugang selbst regelt das Landesrecht, was nach der Einschreibung gilt: ob berufliche Leistungen auf das Studium angerechnet werden, wie viele Plätze beruflich Qualifizierten vorbehalten sind und wie es nach einem Hochschulwechsel weitergeht.

Anrechnung beruflicher Leistungen

Nach Art. 86 Abs. 2 BayHIG können außerhalb des Hochschulbereichs erworbene Kompetenzen angerechnet werden, wenn sie gleichwertig sind. Sie dürfen höchstens die Hälfte der nachzuweisenden Kompetenzen ersetzen. Die Anrechnung erfolgt auf Antrag; die Prüfungsordnung regelt das Verfahren.

Den Vergleich aller Länder zeigt Berufliche Leistungen anrechnen.

Quoten und Auswahlverfahren

In Studiengängen mit örtlichem Vergabeverfahren wird nach Art. 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 BayHZG vorab ein Anteil von 3 bis 10 Prozent der Studienplätze für qualifizierte Berufstätige nach Art. 88 Abs. 5 und 6 BayHIG abgezogen. Die genaue Höhe legt die Hochschule per Satzung fest; ohne Festlegung gelten 5 Prozent. In dieser Quote wird vorrangig nach der Befähigung ausgewählt, nicht besetzte Plätze gehen nach einem Nachrückverfahren in die allgemeine Vergabe.

Teilzeit und berufsbegleitendes Studium

Nach Art. 77 Abs. 3 Satz 4 BayHIG können Studiengänge in Vollzeit und Teilzeit sowie berufs- oder ausbildungsbegleitend angeboten werden; nach Art. 77 Abs. 1 Satz 3 und 4 sind auch duale Formen möglich.

Wechsel aus einem anderen Bundesland

Nach § 33 QualV wird ein erfolgreich absolviertes Studienjahr beruflich Qualifizierter an einer inländischen Hochschule außerhalb Bayerns als Qualifikation für das Weiterstudium im gleichen oder einem eng verwandten Studiengang an einer bayerischen Hochschule anerkannt. Ein Probestudium, das unter abweichenden Voraussetzungen zugelassen wurde, zählt nicht mit.

Master und weiterbildende Studiengänge

Der Zugang zu Masterstudiengängen setzt nach Art. 90 Abs. 1 BayHIG einen Hochschulabschluss oder einen auf einem Hochschulstudium beruhenden gleichwertigen Abschluss voraus; die Hochschulen können per Satzung weitere Eignungsvoraussetzungen festlegen. Weiterbildende Masterstudiengänge verlangen zusätzlich in der Regel mindestens ein Jahr qualifizierte Berufspraxis (Art. 90 Abs. 2). Eine Sonderregel für beruflich Qualifizierte ohne Erststudium sieht das Gesetz für Masterstudiengänge nicht vor.

Rechtsgrundlage

Der Hochschulzugang beruflich Qualifizierter ist in Art. 88 Abs. 5 und 6 des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG) sowie in den §§ 29 bis 33 der Qualifikationsverordnung (QualV) geregelt.

Die Münchner Hochschulen im Überblick

Diese Seite führt sechs Hochschulen in München auf. Die Ludwig-Maximilians-Universität, die Technische Universität und die Hochschule München beschreiben für beruflich Qualifizierte eigene Verfahren, jeweils mit Beratungsgespräch, und unterscheiden sich deutlich. An der Ludwig-Maximilians-Universität trennt die Hochschule den allgemeinen Zugang für Meister und Fachschulabsolventen vom fachgebundenen Zugang, der eine Hochschulzugangsprüfung verlangt. An der Technischen Universität München legen qualifizierte Berufstätige zusätzlich eine Mathematikprüfung ab und führen ein Eignungsgespräch an der jeweiligen School. An der Hochschule München ist das Beratungsgespräch für alle Bewerbenden verpflichtend, im fachgebundenen Zugang kommt eine Aufnahmeprüfung hinzu.

Den Vergleich der drei Verfahren zeigt Studieren ohne Abitur in München. Wer zwischen den Hochschulen schwankt, beginnt mit der Studienberatung der Wunschhochschule. Beim Zugang mit Meister erkennt eine bayerische Hochschule das Beratungsgespräch einer anderen bayerischen Hochschule an. Welche Unterlagen sie beim Termin erwartet, zeigt die Unterlagen-Checkliste, und wer berät, steht unter Beratung zum Studium ohne Abitur.

Hochschulen in Bayern und ihre Seiten für beruflich Qualifizierte

33 Hochschulen in Bayern, nach Hochschultyp geordnet. Bei 27 führt der Link auf eine Seite der Hochschule zu Bewerbung und Zugang, bei den übrigen auf die Startseite. Dort stehen auch Fristen und Ansprechpartner. Aufgeführt sind staatliche Hochschulen und einzelne private mit eigenem Angebot. Kunst- und Musikhochschulen vergeben ihre Plätze meist über Eignungsprüfungen, Verwaltungs- und Polizeihochschulen fehlen.

Universitäten (10)

Hochschulen für angewandte Wissenschaften (17)

Kunst- und Musikhochschulen (6)

Wer entscheidet in Bayern über den Zugang?

Die Hochschule, an der das Studium beginnen soll. Sie führt das Beratungsgespräch, stellt die fachliche Verwandtschaft und die Studieneignung fest.

Aktuelle Fristen und Gebühren nennen die Hochschulen auf ihren Seiten. Deutscher Bildungsserver: Studieren ohne Abitur

Eine Landesübersicht bietet: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst: Hochschulzugang – viele Wege führen ins Studium.

Studieren ohne Abitur in den Nachbarländern

Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Ein Blick in die angrenzenden Bundesländer lohnt, wenn eine Hochschule dort näher liegt oder dein Weg dort einfacher ist.

Fragen und Antworten: Studieren ohne Abitur in Bayern

Kann ich in Bayern mit Meister ohne Abitur studieren?

Ja. Der Meister öffnet in Bayern den Hochschulzugang. Allgemeiner Zugang, alle Fächer; Beratungsgespräch Pflicht.

Wie viel Ausbildung und Berufserfahrung brauche ich in Bayern?

In Bayern gelten ohne Meister oder Fortbildung in der Regel mindestens 2 Jahre Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Berufspraxis. Verfahren: Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium.

Zählen Fachwirt und Techniker in Bayern?

Fachwirte zählen in der Regel zu den beruflichen Fortbildungsprüfungen nach BBiG oder HwO, Techniker zu den Fachschulabschlüssen.

Welche Hochschulen in Bayern bieten Zugang ohne Abitur?

Informationen für beruflich Qualifizierte veröffentlichen unter anderem Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Hochschule München und Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Liste: Grundsätzlich steht der Zugang an allen staatlichen Hochschulen in Bayern offen, die Einzelheiten regelt jede Hochschule in ihrer Zugangssatzung.

Wer entscheidet in Bayern über die Zulassung ohne Abitur?

Die Hochschule, an der das Studium beginnen soll. Sie führt das Beratungsgespräch, stellt die fachliche Verwandtschaft und die Studieneignung fest.

Wo finde ich Fristen und Gebühren in Bayern?

Fristen und Gebühren nennt die zuständige Stelle, sie können sich ändern. Aktuelle Angaben: Deutscher Bildungsserver: Studieren ohne Abitur

Gibt es in Bayern ein Probestudium?

Ja. Neben der Hochschulzugangsprüfung gibt es das Probestudium. Welches Verfahren gilt, bestimmt die Hochschule. Es dauert zwei bis drei Semester, bei Studiengängen mit mindestens vier Jahren Regelstudienzeit bis zu vier.

Studiengänge ohne Abitur

Je nach Fach gelten zusätzlich Quoten, Prüfungen oder Sonderwege. Die Ratgeber zeigen die Hürden je Studienbereich:

Welche Ausbildung zu welchem Studium führt, zeigt Berufe und passende Studiengänge. Wie andere den Weg gegangen sind, steht in den Erfahrungsberichten.

Weiterlesen: Finanzierung und Förderung, Ablauf der Bewerbung, Fernstudium neben dem Beruf.

Quellen

Was gilt in deinem Fall?

Der Zugangs-Check zeigt in wenigen Schritten, welcher Weg in deinem Bundesland für dich gilt.

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