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Studiengänge ohne Abitur: Hürden und Wege je Fach

Die Zugangsberechtigung öffnet die Tür, der Studienplatz hängt vom Fach ab. Hier siehst du, wo es leicht ist und wo es Quoten, Prüfungen oder besondere Wege gibt.

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Kurz erklärt: Mit Meister, Fachwirt oder Techniker kannst du in den meisten Ländern jedes Fach studieren. Mit Ausbildung und Berufspraxis gilt der Zugang meist für passende Fächer. In Fächern mit hoher Nachfrage wie Medizin und Psychologie entscheidet das Auswahlverfahren. Die FernUniversität in Hagen ist zulassungsfrei und bietet viele Fächer ohne Wettbewerb um Plätze.

Auf dieser Seite
  1. Die Studiengänge im Überblick
  2. Universität oder Fachhochschule?
  3. Zulassungsfrei oder Numerus clausus?
  4. Welche Ausbildung passt zu welchem Fach?
  5. Duales Studium ohne Abitur
  6. Pflege und Gesundheit
  7. Berufsaussichten nach dem Studium
  8. Häufige Fragen

Die Studiengänge im Überblick

Im Jahr 2024 begannen laut CHE rund 13.000 Menschen ohne Abitur ein Studium, 2,7 Prozent aller Anfänger. Die meisten wählen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (50 Prozent), danach Ingenieurwissenschaften (19,1 Prozent) und Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften (16,6 Prozent). Zu jedem Bereich gibt es einen Ratgeber:

Zulassungsfrei oder Numerus clausus?

Die Zugangsberechtigung erlaubt dir, dich zu bewerben. Ob du einen Platz bekommst, hängt davon ab, ob der Studiengang zulassungsfrei ist:

Die Quoten im Detail: Ländervergleich. Den Ablauf der Bewerbung beschreibt Ablauf der Bewerbung.

Universität oder Fachhochschule?

Universitäten sind breit wissenschaftlich und forschungsorientiert ausgerichtet und haben das Promotionsrecht. Hochschulen für angewandte Wissenschaften, früher Fachhochschulen, verfolgen einen anwendungsorientierten Ansatz mit stärkerem Praxisbezug, etwa durch integrierte Praxisphasen. Beide bieten überwiegend Bachelor und Master an, an Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist das Fächerspektrum enger: Medizin gibt es nur an Universitäten, Lehrämter an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Für beruflich Qualifizierte kommt es auf Weg und Land an. In Baden-Württemberg gilt der Zugang nach Aufstiegsfortbildung für alle Fachrichtungen an allen Hochschulen, in Niedersachsen für Meister und Gleichgestellte jede Fachrichtung an jeder Hochschule, in Hessen für Meister alle Fächer. In Rheinland-Pfalz führt eine Berufsausbildung mit qualifiziertem Ergebnis unmittelbar an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, an Universitäten nur fachgebunden. Wer Medizin anstrebt, kommt an einer Universität nicht vorbei. Die Hochschulen deines Bundeslands nach Typ sortiert stehen auf der Länderseite.

Welche Ausbildung passt zu welchem Fach?

Mit einer Ausbildung ohne Aufstiegsfortbildung gilt der Zugang meist nur für fachlich passende Studiengänge. Beispiele aus den Listen der Hochschulen:

Eine nach Berufen sortierte Übersicht mit Studienfeldern und Links zu den Hochschullisten steht unter Beruf und passendes Studium.

Wenn dein Beruf nicht zum Wunschfach passt, bleiben je nach Land Zugangsprüfung oder Probestudium: Mit Ausbildung und Berufserfahrung.

Duales Studium ohne Abitur

Duale Studiengänge verbinden Hochschule und Betrieb, Praxis und Studium sind inhaltlich, organisatorisch und vertraglich verknüpft. Während des dualen Studiums wird in der Regel eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Wie der Zugang ohne Abitur geregelt ist, hängt vom Land und von der Hochschule ab:

Das Bundesinstitut für Berufsbildung verweist auf Empfehlungen von Wissenschaftsrat, BIBB-Hauptausschuss und Kultusministerkonferenz, ohne landesspezifische Regelungen aufzulisten. Frage bei der Hochschule nach den Regeln für beruflich Qualifizierte.

Pflege und Gesundheit

Die hochschulische Pflegeausbildung nach dem Pflegeberufegesetz dauert mindestens drei Jahre, ist als duales Studium mit Praxiseinsätzen angelegt und schließt die staatliche Prüfung zur Berufszulassung ein. Sie geht laut Gesetz über das Ausbildungsziel der beruflichen Pflegeausbildung hinaus und umfasst die selbstständige, wissenschaftlich fundierte Pflege sowie bestimmte heilkundliche Aufgaben. Laut Bundesagentur für Arbeit erhalten Studierende dieser Ausbildung eine Ausbildungsvergütung.

Aufstiegsfortbildungen im Gesundheitswesen zählen zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung. In Nordrhein-Westfalen sind Fortbildungen in Intensivpflege und Anästhesie, im Operationsdienst und in psychiatrischer Pflege landesrechtlich gleichgestellt, in Baden-Württemberg bestimmte von der Deutschen Krankenhausgesellschaft anerkannte Pflege-Fachweiterbildungen. In der Pflege besteht laut Bundesagentur für Arbeit ein anhaltender Fachkräftemangel; rund 7 Prozent der Pflegekräfte haben einen akademischen Abschluss, der Wissenschaftsrat empfiehlt 10 bis 20 Prozent.

Berufsaussichten nach dem Studium

Zahlen zu Gehalt oder Arbeitsmarkt hängen vom Fach, vom Ort und vom Jahr ab und altern schnell. Die Bundesagentur für Arbeit rät auf studienwahl.de, die Studienwahl an Interesse und Kompetenzen auszurichten, und nicht an kurzfristigen Prognosen über Überangebot oder Mangel: Prognosen schreiben Trends der Vergangenheit fort. Daten zu einzelnen Berufsgruppen bietet die Statistik der Bundesagentur und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Ein Vorteil beruflich Qualifizierter ist die Kombination aus Praxis und Studium; wie sich das im Fach zeigt, beschreiben die Seiten der Erfahrungsberichte.

Häufige Fragen: Studiengänge ohne Abitur

Welche Studiengänge kann ich ohne Abitur studieren?

Grundsätzlich die meisten. Je nach Zugangsweg und Land können einzelne Studienarten ausgeschlossen sein, zum Beispiel Staatsexamensstudiengänge. Mit Meister, Fachwirt, Techniker oder gleichgestellter Fortbildung gilt die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung für jedes Fach. Mit Ausbildung und Berufspraxis ist der Zugang meist an fachlich passende Fächer gebunden. In zulassungsbeschränkten Fächern entscheidet zusätzlich das Auswahlverfahren.

Welche Fächer wählen beruflich Qualifizierte am häufigsten?

Laut CHE entfallen auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 50 Prozent der Anfänger ohne Abitur, auf Ingenieurwissenschaften 19,1 Prozent und auf Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften 16,6 Prozent.

Gibt es Fächer, die ohne Abitur gar nicht gehen?

Das hängt vom Zugangsweg und vom Land ab. In Fächern mit hoher Nachfrage wie Medizin, Pharmazie und Psychologie entscheidet das Auswahlverfahren über den Platz. Wo es Quoten oder Sonderwege gibt, steht auf den Seiten der einzelnen Studiengänge.

Universität oder Fachhochschule: Wo kann ich ohne Abitur studieren?

An beiden. Der Umfang hängt vom Weg und vom Land ab: Mit Aufstiegsfortbildung gilt der Zugang zum Beispiel in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen für alle Fachrichtungen, in Rheinland-Pfalz führt eine Berufsausbildung unmittelbar an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, an Universitäten nur fachgebunden. Medizin gibt es nur an Universitäten, Lehrämter an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen.

Wie finde ich einen zulassungsfreien Studiengang?

Die Hochschulen weisen auf ihren Studiengangsseiten aus, ob ein Studiengang zulassungsfrei oder zulassungsbeschränkt ist. An der FernUniversität in Hagen sind alle Studiengänge zulassungsfrei.

Quellen

Was gilt in deinem Fall?

Der Zugangs-Check zeigt in wenigen Schritten, welcher Weg in deinem Bundesland für dich gilt.

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