Studieren ohne Abitur in Sachsen-Anhalt
Meisterabschlüsse und bestimmte Aufstiegsfortbildungen, die auf eine mindestens zweijährige Berufsausbildung aufbauen, gelten nach der Hochschulqualifikationsverordnung als allgemeine Hochschulreife. Ohne solchen Abschluss ist nach Ausbildung und mehrjähriger Berufstätigkeit entweder ein Probestudium oder eine hochschuleigene Feststellungsprüfung möglich. Beide Wege führen zu einer Studienberechtigung für den gewählten Studiengang.
- Mit Meister
- Gleichstellung mit der allgemeinen Hochschulreife, alle Studiengänge
- Ausbildung
- mind. 2 Jahre
- Berufspraxis
- mind. 3 Jahre
- Weitere Bedingung
- Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss
- Verfahren
- Probestudium oder Feststellungsprüfung (schriftlich und mündlich)
Auf dieser Seite
Welche Wege gibt es in Sachsen-Anhalt?
Wer in Sachsen-Anhalt ohne Abitur studieren will, kommt über einen von drei Wegen an die Hochschule. Welcher passt, hängt vom höchsten beruflichen Abschluss ab.
Meister
Gleichstellung mit der allgemeinen Hochschulreife, alle Studiengänge.
Fachwirt und Techniker
Nicht namentlich genannt; Fortbildungen ab 400 Unterrichtsstunden oder Fachschulabschlüsse.
Ausbildung und Berufserfahrung
Mindestens 2 Jahre Ausbildung und mindestens 3 Jahre Praxis. Verfahren: Probestudium oder Feststellungsprüfung (schriftlich und mündlich).
Meistertitel und Fortbildung in Sachsen-Anhalt
Umfang in Sachsen-Anhalt: Gleichstellung mit der allgemeinen Hochschulreife, also Zugang zu allen Studiengängen (nach der Hochschulqualifikationsverordnung). Die Bedingungen im Einzelnen:
- Voraussetzung ist eine anerkannte, abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren, auf die die Fortbildung aufbaut.
- Anerkannt werden Meisterqualifikationen nach der Handwerksordnung.
- Fortbildungsabschlüsse nach den Regelungen zur beruflichen Fortbildung sowie vergleichbare Abschlüsse von Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien zählen, wenn die Lehrgänge insgesamt mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen.
- Gleiches gilt für vergleichbare Seefahrtsqualifikationen mit mindestens 400 Unterrichtsstunden.
- Fachschulabschlüsse zählen, wenn sie der KMK-Rahmenvereinbarung über Fachschulen entsprechen.
- Fortbildungen in Gesundheits-, Sozial- und sozialpädagogischen Berufen zählen, wenn mindestens ein Realschulabschluss vorausgesetzt wird, die Lehrgänge mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen und mehr als einzelne Fertigkeiten vermittelt werden.
Fachwirt, Techniker und Betriebswirt nennt die Verordnung nicht namentlich. Sie zählen in der Regel zu den Fortbildungsabschlüssen mit mindestens 400 Unterrichtsstunden oder zu den Fachschulabschlüssen.
Berufsausbildung und Berufserfahrung in Sachsen-Anhalt
Feststellungsprüfung: Die Hochschulen regeln Zulassung, Antrag und Prüfung in einer eigenen Prüfungsordnung. Nach der Landesverordnung besteht die Prüfung aus einem schriftlichen Teil von mindestens 90 Minuten und einem mündlichen Teil von mindestens 20 Minuten. Die Berechtigung gilt nur für den gewählten Studiengang an der Hochschule, an der die Prüfung bestanden wurde.
- Verlangt werden mindestens ein Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss.
- Dazu kommt eine abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren in einem Bereich, der zum gewählten Studium passt.
- Außerdem muss eine mindestens dreijährige Berufstätigkeit nachgewiesen werden; wer ein Aufstiegsstipendium des Bundes hat, braucht nur zwei Jahre.
- Ob Ausbildung und Berufstätigkeit fachlich zum Studiengang passen, entscheidet die Hochschule.
- Die Zulassung wird abgelehnt bei fehlenden Voraussetzungen, unvollständigen oder verspäteten Unterlagen oder nach endgültigem Nichtbestehen der Prüfung an einer Hochschule in Sachsen-Anhalt oder einer gleichwertigen deutschen Hochschule.
- Hochschulen können zusätzliche Bedingungen stellen. Die Universität Magdeburg (Medizinische Fakultät) verlangt zum Beispiel eine Ausbildungsabschlussnote von mindestens gut und eine Berufstätigkeit, die höchstens drei Jahre zurückliegt. Die Prüfungsfragen orientieren sich dort am Zentralabitur des Landes. Die Anforderungen können je Hochschule und Studiengang abweichen.
Ob deine Berufsjahre genügen, zeigt der Zugangs-Check. Wie der Weg von der Berechtigung bis zur Einschreibung weitergeht, steht unter Ablauf der Bewerbung.
Ob vor der Bewerbung ein Beratungsgespräch nötig ist, hängt vom Land und vom Weg ab. Wer in Sachsen-Anhalt berät, steht in der Übersicht der Beratungsstellen. Welche Papiere du zum Termin brauchst, zeigt die Unterlagen-Checkliste.
Besonderheiten in Sachsen-Anhalt
Studienkollegs
Das Wissenschaftsministerium weist darauf hin, dass die Feststellungsprüfung eine bundesweit anerkannte, fachbezogene Studienberechtigung ergeben kann. Zur Vorbereitung gibt es Studienkollegs, die sich vor allem an internationale Bewerbende richten. Nach passenden Vorbereitungsangeboten fragst du bei deiner Hochschule.
Künstlerische und gestalterische Studiengänge
Für künstlerische und gestalterische Studiengänge muss eine besondere künstlerische Eignung nachgewiesen werden, etwa durch Mappe, Arbeitsproben oder Eignungsprüfung.
Probestudium
Wer eine durch Bundes- oder Landesrecht geregelte, mindestens zweijährige Berufsausbildung in einem zum Studiengang fachlich verwandten Bereich und mindestens drei Jahre hauptberufliche Berufspraxis in einem fachlich verwandten Bereich nachweist, kann auf Probe studieren. Danach entscheidet die Hochschule anhand der erbrachten Leistungen über das Bestehen und die Einstufung in ein Fachsemester; die Leistungen werden anerkannt. Dauer und Einzelheiten regeln die Hochschulen in einer Ordnung (§ 27 Absatz 4 HSG LSA).
Weiterstudium nach zwei Semestern
Wer an einer Hochschule in Deutschland zwei Semester erfolgreich studiert hat, darf dasselbe Fach an einer Hochschule in Sachsen-Anhalt fortsetzen, auch wenn die ursprüngliche Zugangsberechtigung die Anforderungen des Hochschulgesetzes nicht erfüllt (§ 27 Absatz 3 HSG LSA).
Feststellungsprüfung an der Universität Halle: Ablauf und Probestudium
Die Prüfung wird formlos beim Immatrikulationsamt beantragt; bei Zulassung organisiert die Fakultät eine schriftliche und mindestens eine mündliche Teilprüfung. Das Zeugnis ist eine Voraussetzung, aber keine Zulassung, sodass danach eine Bewerbung um einen Studienplatz nötig bleibt. Besteht ein Bachelor aus zwei Teilstudiengängen, muss in beiden Fächern geprüft werden. Als Alternative steht in fast allen grundständigen Studiengängen ein Probestudium ohne Feststellungsprüfung offen, bei dem die endgültige Immatrikulation erst nach dem erfolgreichen ersten Studienjahr erfolgt. Quelle
Probestudium an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Das Probestudium erfordert keinen zusätzlichen Eignungstest, die Immatrikulation erfolgt aber auf Bewährung. Sie bleibt bestehen, wenn nach zwei Semestern mindestens die Hälfte der vorgesehenen Leistungspunkte erreicht ist. Vorausgesetzt werden ein fachlicher Bezug des Studienwunsches zu Ausbildung und Berufspraxis sowie eine hauptberufliche Tätigkeit im Fachgebiet. Ein positiver Bescheid ist keine Garantie für einen Studienplatz. Quelle
Feststellungsordnung der Hochschule Anhalt
Die schriftliche Prüfung ist eine Klausur von höchstens zwei Stunden zu den Grundlagen des Studienfachs, die mündliche ein Gespräch von mindestens 20 Minuten zu Allgemeinbildung und beruflichem Wissen. Die mündliche Prüfung kann vom Bestehen der Klausur abhängen, ergänzend können Portfolios oder Arbeitsproben herangezogen werden. Bei Nichtbestehen ist eine Wiederholung möglich, bei der alle Prüfungsleistungen erneut abgelegt werden. Der Feststellungsbescheid gilt nur für den genannten Studiengang an dieser Hochschule. Quelle
Feststellungsprüfung und Vorbereitungskurs an der Hochschule Merseburg
Der schriftliche Teil ist wahlweise eine beaufsichtigte Klausur von mindestens 90 Minuten oder eine Hausarbeit, der mündliche Teil ein Gespräch von mindestens 20 Minuten. Geprüft werden Allgemeinwissen und das für den gewählten Studiengang nötige Fachwissen. Für ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge bietet die Hochschule einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs an. Der zuständige Fachbereich führt die Prüfung durch und entscheidet, welche Ausbildung und Berufserfahrung als einschlägig gelten. Quelle
Anrechnung beruflicher Kenntnisse im Bachelor Beruf und Bildung (Universität Magdeburg)
Außerhalb der Hochschule erworbene Kenntnisse können im Bachelorstudium Beruf und Bildung auf Antrag beim Prüfungsausschuss bis zu 50 Prozent angerechnet werden. Staatlich geprüfte Techniker und Meister nehmen das Studium ohne weitere Voraussetzungen auf. Andere Abschlüsse der Aufstiegsfortbildung prüft das Studierendensekretariat im Einzelfall auf Gleichwertigkeit mit der Hochschulreife. Quelle
Anrechnung, Quoten und Wechsel in Sachsen-Anhalt
Neben dem Zugang selbst regelt das Landesrecht, was nach der Einschreibung gilt: ob berufliche Leistungen auf das Studium angerechnet werden, wie viele Plätze beruflich Qualifizierten vorbehalten sind und wie es nach einem Hochschulwechsel weitergeht.
Anrechnung beruflicher Leistungen
Außerhalb von Hochschulen erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten können angerechnet werden, wenn die Voraussetzungen für den Hochschulzugang erfüllt sind und die Kenntnisse den zu ersetzenden Studien- und Prüfungsleistungen gleichwertig sind. Höchstens die Hälfte des Studiums darf durch solche Kenntnisse ersetzt werden (§ 15 Absatz 4 HSG LSA). Die Kriterien legen die Hochschulen in der Prüfungsordnung fest; sie sind im Rahmen der Akkreditierung zu überprüfen.
Den Vergleich aller Länder zeigt Berufliche Leistungen anrechnen.
Quoten und Auswahlverfahren
Für den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter besteht eine Vorabquote, für die mindestens ein Studienplatz zur Verfügung stehen muss (§ 28 Absatz 1 Nummer 4 und Absatz 2 der Studienplatzvergabeverordnung Sachsen-Anhalt). Wer die Berechtigung über ein Probestudium oder eine Eingangsprüfung in Sachsen-Anhalt erworben hat, wird nur innerhalb dieser Quote ausgewählt (§ 34 Absatz 1). Die Rangfolge richtet sich nach der Gesamtnote der Eingangsprüfung, beim Probestudium nach der Durchschnittsnote des Berufsabschlusses; bei Gleichstand entscheidet das Los (§ 34 Absatz 2). Einen festen Prozentwert nennt die Verordnung nicht; die Hochschule ermittelt die Quote nach dem Anteil dieses Personenkreises an den Bewerbenden (§ 28 Absatz 4).
Teilzeit und berufsbegleitendes Studium
Die Hochschulen sollen ihre Studiengänge so gestalten, dass sie sich auch in Teilzeit absolvieren lassen. Zudem sollen sie es ermöglichen, sich für ein Semester oder ein Studienjahr als Teilzeitstudierende einzuschreiben oder zurückzumelden (§ 9 Absatz 2 HSG LSA).
Wechsel aus einem anderen Bundesland
Wer an einer Hochschule in Deutschland zwei Semester erfolgreich studiert hat, darf dasselbe Fach an einer Hochschule in Sachsen-Anhalt fortsetzen, auch wenn die ursprüngliche Zugangsberechtigung die Anforderungen des § 27 Absatz 2 nicht erfüllt (§ 27 Absatz 3 Satz 1 HSG LSA).
Master und weiterbildende Studiengänge
Der Zugang zu einem Masterstudiengang setzt grundsätzlich einen Bachelorabschluss, ein Hochschuldiplom oder einen vergleichbaren Abschluss voraus (§ 27 Absatz 8 Satz 1 HSG LSA). Für weiterbildende und künstlerische Masterstudiengänge kann stattdessen eine Eingangsprüfung treten, die die Hochschule in einer vom Ministerium zu genehmigenden Ordnung regelt (§ 27 Absatz 8 Sätze 3 bis 5). Ein Zugang ohne Erststudium besteht damit nur in diesen Fällen.
Rechtsgrundlage
Der Hochschulzugang beruflich Qualifizierter ist im Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in § 27 geregelt: Probestudium nach Absatz 4 und Eingangsprüfung nach Absatz 5. Meister- und bestimmte Fortbildungsabschlüsse stellt § 2 Nummer 13 der Hochschulqualifikationsverordnung der allgemeinen Hochschulreife gleich; Rahmenvorschriften für die in der Verordnung so genannte Feststellungsprüfung enthält die Verordnung über den Hochschulzugang besonders befähigter Berufstätiger (§§ 2 bis 6).
- Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA), Landesrecht Sachsen-Anhalt
- Hochschulqualifikationsverordnung (HSQ-VO), § 2, Landesrecht Sachsen-Anhalt
- Verordnung über den Hochschulzugang besonders befähigter Berufstätiger (HSchulZugBegabtV), § 2, Landesrecht Sachsen-Anhalt
Hochschulen in Sachsen-Anhalt und ihre Seiten für beruflich Qualifizierte
7 Hochschulen in Sachsen-Anhalt, nach Hochschultyp geordnet. Bei 6 führt der Link auf eine Seite der Hochschule zu Bewerbung und Zugang, bei den übrigen auf die Startseite. Dort stehen auch Fristen und Ansprechpartner. Aufgeführt sind staatliche Hochschulen und einzelne private mit eigenem Angebot. Kunst- und Musikhochschulen vergeben ihre Plätze meist über Eignungsprüfungen, Verwaltungs- und Polizeihochschulen fehlen.
Universitäten (2)
- Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergHalle (Saale) · Zugang und Bewerbung
Die Seite beschreibt die Feststellungsprüfung für Berufstätige mit Voraussetzungen, Antrag beim Immatrikulationsamt und Prüfungsteilen und nennt das Probestudium als Alternative.
- Otto-von-Guericke-Universität MagdeburgMagdeburg · Zugang und Bewerbung
Die Seite regelt für den Bachelorstudiengang Beruf und Bildung den Zugang für Meister, Techniker und Berufstätige mit Feststellungsprüfung sowie die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kenntnisse.
Hochschulen für angewandte Wissenschaften (4)
- Hochschule AnhaltBernburg, Dessau und Köthen · Zugang und Bewerbung
Die Feststellungsordnung der Hochschule regelt Zulassung, schriftliche und mündliche Prüfung, Wiederholung und Gültigkeit des Bescheids für Berufstätige ohne Hochschulzugangsberechtigung.
- Hochschule HarzWernigerode · Hochschulwebsite
- Hochschule Magdeburg-StendalMagdeburg und Stendal · Zugang und Bewerbung
Die Seite stellt für Bewerbende ohne Abitur die Eingangsprüfung mit schriftlichem und mündlichem Teil sowie das Probestudium mit Immatrikulation auf Bewährung vor.
- Hochschule MerseburgMerseburg · Zugang und Bewerbung
Die Seite erläutert die Feststellungsprüfung für Berufstätige, nennt einen berufsbegleitenden Vorbereitungskurs für ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge und führt die Ansprechstellen auf.
Kunst- und Musikhochschulen (1)
- Burg Giebichenstein Kunsthochschule HalleHalle (Saale) · Zugang und Bewerbung
Die Seite nennt die Aufnahmeprüfung mit Mappe und Gespräch als Nachweis der künstlerischen Eignung und die Möglichkeit, in Ausnahmefällen auf den Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung zu verzichten.
Wer entscheidet in Sachsen-Anhalt über den Zugang?
Die Hochschule, an der du studieren willst. Sie prüft die Gleichstellung von Abschlüssen und führt die Feststellungsprüfung nach ihrer eigenen Prüfungsordnung durch. Den Antrag stellst du dort; ein Prüfungsausschuss setzt die Prüfung um.
Aktuelle Fristen und Gebühren nennen die Hochschulen auf ihren Seiten. Hochschulzugang (Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt)
Eine Landesübersicht bietet: Hochschulzugang (Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt).
Studieren ohne Abitur in den Nachbarländern
Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Ein Blick in die angrenzenden Bundesländer lohnt, wenn eine Hochschule dort näher liegt oder dein Weg dort einfacher ist.
Fragen und Antworten: Studieren ohne Abitur in Sachsen-Anhalt
Kann ich in Sachsen-Anhalt mit Meister ohne Abitur studieren?
Ja. Der Meister öffnet in Sachsen-Anhalt den Hochschulzugang. Gleichstellung mit der allgemeinen Hochschulreife, alle Studiengänge.
Wie viel Ausbildung und Berufserfahrung brauche ich in Sachsen-Anhalt?
In Sachsen-Anhalt gelten ohne Meister oder Fortbildung in der Regel mindestens 2 Jahre Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Berufspraxis. Außerdem: Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss. Verfahren: Probestudium oder Feststellungsprüfung (schriftlich und mündlich).
Zählen Fachwirt und Techniker in Sachsen-Anhalt?
Fachwirt, Techniker und Betriebswirt nennt die Verordnung nicht namentlich. Sie zählen in der Regel zu den Fortbildungsabschlüssen mit mindestens 400 Unterrichtsstunden oder zu den Fachschulabschlüssen.
Welche Hochschulen in Sachsen-Anhalt bieten Zugang ohne Abitur?
Informationen für beruflich Qualifizierte veröffentlichen unter anderem Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Hochschule Magdeburg-Stendal, Hochschule Anhalt und Hochschule Merseburg. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Liste: Grundsätzlich steht der Zugang an allen staatlichen Hochschulen in Sachsen-Anhalt offen, die Einzelheiten regelt jede Hochschule in ihrer Zugangssatzung.
Wer entscheidet in Sachsen-Anhalt über die Zulassung ohne Abitur?
Die Hochschule, an der du studieren willst. Sie prüft die Gleichstellung von Abschlüssen und führt die Feststellungsprüfung nach ihrer eigenen Prüfungsordnung durch. Den Antrag stellst du dort; ein Prüfungsausschuss setzt die Prüfung um.
Wo finde ich Fristen und Gebühren in Sachsen-Anhalt?
Fristen und Gebühren nennt die zuständige Stelle, sie können sich ändern. Aktuelle Angaben: Hochschulzugang (Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt)
Gibt es in Sachsen-Anhalt ein Probestudium?
Ja. Neben der Eingangsprüfung ist ein Probestudium möglich. An der Universität Halle ist es für das Lehramt Grundschule der alternative Zugang.
Studiengänge ohne Abitur
Je nach Fach gelten zusätzlich Quoten, Prüfungen oder Sonderwege. Die Ratgeber zeigen die Hürden je Studienbereich:
- Psychologie
- Lehramt
- Soziale Arbeit
- Medizin und Pharmazie
- Jura
- Wirtschaft und BWL
- Informatik und Ingenieurwesen
Welche Ausbildung zu welchem Studium führt, zeigt Berufe und passende Studiengänge. Wie andere den Weg gegangen sind, steht in den Erfahrungsberichten.
Weiterlesen: Finanzierung und Förderung, Ablauf der Bewerbung, Fernstudium neben dem Beruf.
Quellen
- Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt: Hochschulzugang
- Hochschulqualifikationsverordnung (HSQ-VO) vom 17. April 2009, Fassung vom 31. August 2023
- Verordnung über den Hochschulzugang besonders befähigter Berufstätiger, GVBl. LSA 2009, 509
- Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät: University Admission for Qualified Professionals
- HSG LSA § 27 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen
- Universität Halle: Studieren ohne Hochschulreife (Feststellungsprüfung)
- Hochschule Magdeburg-Stendal: Bewerbung und Immatrikulation
- Hochschule Anhalt: Ordnung zur Feststellung der Studienbefähigung
- Hochschule Merseburg: Wege zum Studium
- Universität Magdeburg: Studieren ohne Abitur
- Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA), Landesrecht Sachsen-Anhalt
- HSG LSA § 15 Sonstige Leistungsnachweise
- HSG LSA § 9 Lehrangebote, Regelstudienzeiten
- Studienplatzvergabeverordnung Sachsen-Anhalt § 28 Quoten
- Studienplatzvergabeverordnung Sachsen-Anhalt § 34 Auswahl beruflich Qualifizierte
Was gilt in deinem Fall?
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