StudienzugangZugangs-Check

Studieren ohne Abitur in Hamburg

Wer eine Meisterprüfung, einen Fachwirt oder einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss hat, kann sich laut Universität Hamburg nach einer Studienfachberatung direkt für Studiengänge bewerben. Mit abgeschlossener Berufsausbildung und in der Regel drei Jahren Berufspraxis führt der Weg über eine Eingangsprüfung der Hochschule, die für den gewählten Studiengang gilt.

Zugangs-Check in HamburgAblauf der Bewerbung

Stand: Herbst 2026

Mit Meister
Allgemeiner Zugang, nicht auf Fächer beschränkt; Nachweis einer Studienfachberatung
Ausbildung
bei der Hochschule erfragen
Berufspraxis
mind. 3 Jahre
Verfahren
Eingangsprüfung der Hochschule, nicht benotet
Auf dieser Seite
  1. Welche Wege gibt es in Hamburg?
  2. Meister und Fortbildung
  3. Berufsausbildung und Berufserfahrung
  4. Besonderheiten in Hamburg
  5. Anrechnung, Quoten und Wechsel in Hamburg
  6. Hochschulen in Hamburg
  7. Wer entscheidet?
  8. Nachbarländer
  9. Häufige Fragen
  10. Quellen

Welche Wege gibt es in Hamburg?

Wer in Hamburg ohne Abitur studieren will, kommt über einen von drei Wegen an die Hochschule. Welcher passt, hängt vom höchsten beruflichen Abschluss ab.

Meister

Allgemeiner Zugang, nicht auf Fächer beschränkt; Nachweis einer Studienfachberatung.

Meister im Ländervergleich

Fachwirt und Techniker

Fachwirt namentlich genannt; Techniker und Betriebswirt klärt Hochschule oder Kammer.

Fachwirt und Techniker im Ländervergleich

Ausbildung und Berufserfahrung

Abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Praxis. Verfahren: Eingangsprüfung der Hochschule, nicht benotet.

Ausbildung im Ländervergleich

Meistertitel und Fortbildung in Hamburg

Umfang in Hamburg: Allgemeiner Hochschulzugang für grundständige Studiengänge, nicht auf bestimmte Fächer beschränkt. Die Bedingungen im Einzelnen:

Fachwirte sind namentlich genannt. Ob Techniker und Betriebswirte zählen, klärt die Hochschule oder bei Fortbildungen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung die zuständige Kammer.

Berufsausbildung und Berufserfahrung in Hamburg

Eingangsprüfung der Hochschule für den gewählten Studiengang. Laut Hochschulseiten besteht sie je nach Hochschule aus einem schriftlichen Bericht oder Klausuren sowie einer mündlichen Prüfung; sie wird nicht benotet. Vorab ist eine Studienfachberatung an der Hochschule nachzuweisen. Wer bestanden hat, bewirbt sich anschließend regulär um einen Studienplatz.

Ob deine Berufsjahre genügen, zeigt der Zugangs-Check. Wie der Weg von der Berechtigung bis zur Einschreibung weitergeht, steht unter Ablauf der Bewerbung.

Ob vor der Bewerbung ein Beratungsgespräch nötig ist, hängt vom Land und vom Weg ab. Wer in Hamburg berät, steht in der Übersicht der Beratungsstellen. Welche Papiere du zum Termin brauchst, zeigt die Unterlagen-Checkliste.

Besonderheiten in Hamburg

Sonderverfahren Sozialökonomie

Der Bachelorstudiengang Sozialökonomie an der Universität Hamburg hat laut Universität ein eigenes Zugangs- und Bewerbungsverfahren für Berufstätige. Die allgemeinen Angaben der Universität gelten dafür nicht.

Private Hochschulen

Laut Behörde ist der Zugang an jeder staatlichen und fast allen privaten Hochschulen in Hamburg möglich. Einzelne Studiengänge verlangen zusätzliche Nachweise, etwa Fremdsprachenkenntnisse.

Probestudium

Wer nach den geltenden Bestimmungen in ein Probestudium aufgenommen wurde, kann die Eingangsprüfung durch den Nachweis einer mindestens einjährigen erfolgreichen Teilnahme ersetzen (§ 38 Abs. 3 HmbHG).

Aufbau der Eingangsprüfung an der TUHH

Der schriftliche Teil besteht aus drei Arbeiten: einem Bericht zum beruflichen Werdegang mit Begründung der Studienwahl, einem Thema aus dem eigenen Berufsfeld und einer technischen Grundlagenaufgabe mit Bezug zum Studiengang. Die mündliche Prüfung zu gesellschaftlichen und beruflichen Themen dauert höchstens 30 Minuten und entfällt, wenn die schriftliche Prüfung nicht mehr bestanden werden kann. Bestanden ist die Prüfung nur, wenn alle Teile bestanden sind. Quelle

Aufbau der Eingangsprüfung an der HAW Hamburg

Der Bericht zum beruflichen Werdegang wird bereits mit den Bewerbungsunterlagen eingereicht, danach folgen zwei Klausuren von je 60 Minuten und eine mündliche Prüfung von mindestens 15 Minuten. In technischen Studiengängen deckt eine Klausur Grundlagen aus Mathematik, Naturwissenschaften und Technik ab, in nichttechnischen eine fachbezogene; die zweite behandelt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bei Nichtbestehen sind zwei Wiederholungen möglich, die Berechtigung gilt unbefristet für den gewählten Studiengang. Quelle

Berufsfeld und Studiengang bei der Eingangsprüfung

Nach Angaben der Universität Hamburg muss die bisherige Berufstätigkeit nicht zum gewählten Studiengang passen; die Eingangsprüfung ist aber an den einen Studiengang gebunden, für den sie abgelegt wird. Neben Lebenslauf, Arbeitszeugnissen und Ausbildungsnachweis ist ein Motivationsschreiben einzureichen, das in die Prüfung einfließt. Literaturlisten veröffentlicht die Universität nicht, sie empfiehlt, das aktuelle Zeitgeschehen zu verfolgen. Quelle

Eingangsprüfung im Fernstudium der Hamburger Fern-Hochschule

Berufserfahrene werden zunächst als Gasthörende immatrikuliert und haben Zugang zum Studienmaterial. Innerhalb eines Jahres sind zwei Klausuren abzulegen, entweder im Studienzentrum oder online mit Aufsicht; nach Bestehen beginnt das reguläre Studium und erbrachte Leistungen werden angerechnet. Wer eine anerkannte Fortbildung mit mindestens 400 Unterrichtsstunden hat, führt stattdessen ein Beratungsgespräch von etwa 20 Minuten, das keine Prüfung ist. Quelle

Zugang über künstlerische Begabung an der HFBK

An der Hochschule für bildende Künste kann ohne Abitur studieren, wer die Auswahlkommission von einer herausragenden künstlerischen Begabung überzeugt. Beurteilt wird vor allem anhand einer Mappe mit etwa 20 eigenen Arbeiten aus den letzten zwei Jahren; im Mittelpunkt steht der persönliche Zugang zur Kunst, nicht technische Perfektion. Die Kommission kann zusätzlich zu einem Gespräch oder einer praktischen Aufgabe einladen. Quelle

Anrechnung, Quoten und Wechsel in Hamburg

Neben dem Zugang selbst regelt das Landesrecht, was nach der Einschreibung gilt: ob berufliche Leistungen auf das Studium angerechnet werden, wie viele Plätze beruflich Qualifizierten vorbehalten sind und wie es nach einem Hochschulwechsel weitergeht.

Anrechnung beruflicher Leistungen

Auf andere Weise als durch ein Studium erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten, die gleichwertig und für den Abschluss erforderlich sind, sind bis zur Hälfte auf die zu erbringenden Studien- und Prüfungsleistungen anzurechnen (§ 40 Abs. 2 HmbHG). Die Hochschulen können die Anrechnung bestimmter beruflicher Aus- und Fortbildungen in allgemeiner Form regeln und sollen dies für häufige Aus- und Fortbildungen tun (§ 40 Abs. 3). Bei Fortbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz ist vorher die zuständige Kammer anzuhören.

Den Vergleich aller Länder zeigt Berufliche Leistungen anrechnen.

Quoten und Auswahlverfahren

Nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 HZG sind 3 Prozent der Studienplätze vorab für in der beruflichen Bildung Qualifizierte ohne sonstige Studienberechtigung vorgesehen; die Auswahl erfolgt in einem Auswahlverfahren nach § 5 HZG. Bleiben Plätze dieser Quote frei, werden sie im allgemeinen Verfahren vergeben (§ 3 Abs. 3 Nr. 1). Im Bachelorstudiengang Sozialökonomie der Universität Hamburg sind bis zu 40 Prozent bestimmter Plätze Bewerberinnen und Bewerbern ohne Zeugnis der Hochschulreife vorbehalten (§ 5 Abs. 4 Satz 2 HZG).

Teilzeit und berufsbegleitendes Studium

Die Hochschulen können in geeigneten Fächern die Immatrikulation als Teilzeitstudierende vorsehen (§ 36 Abs. 4 HmbHG).

Wechsel aus einem anderen Bundesland

Wer an einer deutschen Hochschule mindestens ein Jahr erfolgreich studiert hat, kann im gleichen Studiengang oder in einem Studiengang derselben Fachrichtung an einer Hamburger Hochschule weiterstudieren (§ 38 Abs. 5 HmbHG).

Master und weiterbildende Studiengänge

Zum Masterstudium berechtigt grundsätzlich ein erfolgreich abgeschlossenes grundständiges Studium; in weiterbildenden Masterstudiengängen kommt in der Regel mindestens ein Jahr berufspraktische Tätigkeit hinzu (§ 39 Abs. 1 HmbHG). Für künstlerische und weiterbildende Masterstudiengänge genügt abweichend auch eine bestandene Eingangsprüfung, die eine fachliche Qualifikation auf dem Niveau eines abgeschlossenen grundständigen Studiums nachweist (§ 39 Abs. 3); ein Erststudium ist dann nicht erforderlich. Das Nähere regeln die Hochschulen per Satzung.

Rechtsgrundlage

Der Zugang beruflich Qualifizierter zu grundständigen Studiengängen ist im Hamburgischen Hochschulgesetz (HmbHG) geregelt: § 37 für den allgemeinen Zugang über Meister- und Fortbildungsabschlüsse, § 38 für den studiengangbezogenen Zugang mit Berufsausbildung, Berufstätigkeit und Eingangsprüfung, § 39 für Masterstudiengänge. Die Vorabquote steht im Hochschulzulassungsgesetz (HZG), § 3.

Hochschulen in Hamburg und ihre Seiten für beruflich Qualifizierte

10 Hochschulen in Hamburg, nach Hochschultyp geordnet. Bei 8 führt der Link auf eine Seite der Hochschule zu Bewerbung und Zugang, bei den übrigen auf die Startseite. Dort stehen auch Fristen und Ansprechpartner. Aufgeführt sind staatliche Hochschulen und einzelne private mit eigenem Angebot. Kunst- und Musikhochschulen vergeben ihre Plätze meist über Eignungsprüfungen, Verwaltungs- und Polizeihochschulen fehlen.

Universitäten (5)

Hochschulen für angewandte Wissenschaften (2)

Kunst- und Musikhochschulen (2)

Weitere Hochschulen (1)

Wer entscheidet in Hamburg über den Zugang?

Die Bewerbung und die Entscheidung über den Zugang liegen bei der jeweiligen Hochschule (an der Universität Hamburg das Campus-Center, an der TUHH der Studierendenservice, an der HAW das Studierendensekretariat). Die Eingangsprüfung führt die Hochschule durch. Fortbildungsabschlüsse nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung können bei Fragen zur Einordnung über die Handelskammer oder Handwerkskammer Hamburg geklärt werden.

Aktuelle Fristen und Gebühren nennen die Hochschulen auf ihren Seiten. Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: Studieren ohne Abitur

Eine Landesübersicht bietet: Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: Studieren ohne Abitur, Voraussetzungen.

Studieren ohne Abitur in den Nachbarländern

Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Ein Blick in die angrenzenden Bundesländer lohnt, wenn eine Hochschule dort näher liegt oder dein Weg dort einfacher ist.

Fragen und Antworten: Studieren ohne Abitur in Hamburg

Kann ich in Hamburg mit Meister ohne Abitur studieren?

Ja. Der Meister öffnet in Hamburg den Hochschulzugang. Allgemeiner Zugang, nicht auf Fächer beschränkt; Nachweis einer Studienfachberatung.

Wie viel Ausbildung und Berufserfahrung brauche ich in Hamburg?

In Hamburg gelten ohne Meister oder Fortbildung in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Berufspraxis. Verfahren: Eingangsprüfung der Hochschule, nicht benotet.

Zählen Fachwirt und Techniker in Hamburg?

Fachwirte sind namentlich genannt. Ob Techniker und Betriebswirte zählen, klärt die Hochschule oder bei Fortbildungen nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung die zuständige Kammer.

Welche Hochschulen in Hamburg bieten Zugang ohne Abitur?

Informationen für beruflich Qualifizierte veröffentlichen unter anderem Universität Hamburg, Technische Universität Hamburg, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, HafenCity Universität Hamburg und Hamburger Fern-Hochschule. Das ist eine Auswahl, keine vollständige Liste: Grundsätzlich steht der Zugang an allen staatlichen Hochschulen in Hamburg offen, die Einzelheiten regelt jede Hochschule in ihrer Zugangssatzung.

Wer entscheidet in Hamburg über die Zulassung ohne Abitur?

Die Bewerbung und die Entscheidung über den Zugang liegen bei der jeweiligen Hochschule (an der Universität Hamburg das Campus-Center, an der TUHH der Studierendenservice, an der HAW das Studierendensekretariat). Die Eingangsprüfung führt die Hochschule durch. Fortbildungsabschlüsse nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung können bei Fragen zur Einordnung über die Handelskammer oder Handwerkskammer Hamburg geklärt werden.

Wo finde ich Fristen und Gebühren in Hamburg?

Fristen und Gebühren nennt die zuständige Stelle, sie können sich ändern. Aktuelle Angaben: Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: Studieren ohne Abitur

Gibt es in Hamburg ein Probestudium?

Ja. Ein erfolgreiches Probestudium von mindestens einem Jahr kann die Eingangsprüfung ersetzen.

Studiengänge ohne Abitur

Je nach Fach gelten zusätzlich Quoten, Prüfungen oder Sonderwege. Die Ratgeber zeigen die Hürden je Studienbereich:

Welche Ausbildung zu welchem Studium führt, zeigt Berufe und passende Studiengänge. Wie andere den Weg gegangen sind, steht in den Erfahrungsberichten.

Weiterlesen: Finanzierung und Förderung, Ablauf der Bewerbung, Fernstudium neben dem Beruf.

Quellen

Was gilt in deinem Fall?

Der Zugangs-Check zeigt in wenigen Schritten, welcher Weg in deinem Bundesland für dich gilt.

Zugang für dein Bundesland prüfen